Pressemitteilung der Fraktion der Grünen im Lörracher Gemeinderat zur Äußerung von Badenova-Chef Randensleben, die genossenschaftliche Initiative „Energie in Bürgerhand“ vorläufig nicht an den Thüga-Kaufsverhandlungen zu beteiligen
Die Fraktion der Grünen im Lörracher Gemeinderat stellt sie nach wie vor vorbehaltlos hinter die genossenschaftliche Initiative „Energie in Bürgerhand“. Eine Beteiligung der Genossenschaft an der Thüga AG sei zu einem späteren Zeitpunkt möglich und werde vom Vorstand der Genossenschaft auch angestrebt.
Für Irritationen sorgte im Umfeld der Fraktion die Aussage von Badenova-Chef Thorsten von Radensleben vom vergangenen Montag, „Energie in Bürgerhand“ könne aufgrund fehlender Informationen angesichts des aktuellen Verhandlungsstands nicht am angestrebten Thüga-Kauf beteiligt werden.
Es zeichnet sich ab, dass „Energie in Bürgerhand“ in einem zweiten Schritt an den Verhandlungstisch zum Kauf der Thüga dazu kommen wird. Das gibt „Energie in Bürgerhand“ zusätzlich Zeit, um Eigenkapital für eine Beteiligung an der Thüga einzusammeln. Derzeit erarbeitet Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft eine von beiden Seiten zu unterschreibende Absichtserklärung, in der die Vorstellungen der Zusammenarbeit zwischen den kommunalen Bewerbern und der Genossenschaft detailliert dargestellt werden.
Mit dem bundesweiten Kampagnenstart am 11. Juli kommt die Genossenschaft „Energie in Bürgerhand“ eG i.G. jetzt auch überregional richtig in Schwung. Sprunghaft steigen seither die Zusagen und Einzahlungen auf das Treuhandkonto an. Allein innerhalb der letzten Woche sind weitere drei Millionen hinzugekommen. Mittlerweile gibt es von 2.000 Menschen Einlagen und Zusagen in Höhe von rund 14 Millionen Euro.
„Energie in Bürgerhand“ sieht sich selbst als idealen Partner der Stadtwerke, die den Kauf der Thüga anstreben. Durch sie wird es möglich, die vorgesehene Rekommunalisierung mit einem wirtschaftlich fundierten Ansatz bürgerschaftlichen Engagements zu verbinden. Mit ihrem Einfluss möchte „Energie in Bürgerhand“ die Bestrebungen innerhalb der kommunalen Unternehmen unterstützen, die sich für Energieeffizienz (Blockheizkraftwerke), Energiesparen und erneuerbare Energien (Wind, Biomasse und Sonnenenergie) einsetzen.
„Wir ziehen mit „Energie in Bürgerhand“ an einem Strang. Wir wollen eine nachhaltige Energieversorgung, bei der erneuerbare Energien deutlich ausgebaut und Atomstrom und fossile Energieträger keine Rolle mehr spielen. Nur durch eine Demokratisierung und Dezentralisierung des Strommarktes können wir eine ökologische Energiewende erreichen“ heißt es in der Pressemitteilung der Fraktion der Grünen.






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